Backup-Gemeinschaften

Ich hatte gerade in Radeldudels Blog einen Kommentar zu seinen Freuden mit RAID hinterlassen; ihm sind - wie mir auch schon einmal - mehrere Platten in einem RAID-5 faktisch gleichzeitig gestorben. Das kann - entgegen der verallgemeierten RAID-Wahrscheinlichkeits-Rechung - durchaus passieren! Problem war bei ihm eine nicht sachgemäße Lieferung, die Platten waren wohl beim Transport beschädigt worden. Ich hatte damals das Vergnügen, daß wohl der Plattenhersteller eine Charge ausgeliefert hatte, die nicht ganz koscher war.

Radeldudel benutzt übrigens dasselbe Backup-Verfahren wie ich: Daten auf dem Rechner und zwei externe Platten (oder ein RAID-Systeme, je nach Platzbedarf) für regelmäßige Backups; eine davon hängt am Rechner (und wird idealerweise nur angeschaltet wird, wenn man sie braucht), die zweite lagert außer Haus - und im regelmäßigen Rhythmus (z.B. 4 Wochen) tauscht man sie aus. So hat man im Falle eines "Totalverlusts" (Diebstahl, Brand, etc.) noch einen Stand seiner Daten, der (bei obigem Rhythmus) maximal 4 Wochen alt ist.

Beim Mailen mit Radeldudel habe ich einen Tip weitergegeben, den ich auch Bekannten sage - und den ich bei dieser Gelegenheit auch hier vorstellen möchte: Backup-Gemeinschaften!

Backup-Gemeinschaften - die Idee

Backups sind wichtig, die Erkenntnis setzt sich mindestens bei den Leuten durch, die schon mal Daten verloren haben. Nicht jeder möchte aber gleich Geld in zwei externe Platten investieren - dafür ist die Menge der wichtigen Daten (die gebackupt werden müssen) bei vielen auch nicht so groß, daß man nicht zwei Backups auf eine Platte bekommen würde...

Also: Überzeugt einen Bekannten von der Wichtigkeit von Backups. Jeder kauft sich eine Platte (große Platten kosten ja fast kein Geld mehr) und teilt sie in zwei Partitionen. Jeder backupt in eine der beiden Partitionen, und alle vier oder acht Wochen trifft man sich auf ein Bierchen und tauscht die Platten.

Tadaa: Ohne Mehrkosten kommt man in den Genuß eines zweiten Backups, das außer Hause lagert. Und wer seinem Kumpel nicht ausreichend traut, kann ja LUKS oder Truecrypt verwenden (über Festplatten-Verschlüsselung habe ich ja hier schon mal ausführlich geschrieben).

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