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@_skyr (RSS-Feed Timeline)

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Boah, was für eine Anhäufung von Buzzwords :-) Trotzdem klingt die Ankündigung bei Boingboing ziemlich spannend: Man schließt eine Hand voll Rechner zu einem Verbund zusammen, welche das Dateisystem beheimaten. Das System sorgt automatisch für Redundanz - Daten sollen (möglichst lange) lesbar bleiben, auch wenn einzelne Rechner der "Cloud" ausfallen. Der gesamte Inhalt des Dateisystems soll verschlüsselt sein; und es soll möglich sein, Dateien oder Verzeichnissen individuelle Zugriffsrechte zu geben, so daß nur die ausgewählten Personen darauf Zugriff haben.

Gestern war Wolfgang Bosbach bei der Sendung Hart aber Fair zu Gast. Zur Erinnerung: Der Mann ist von Beruf Rechtsanwalt und außerdem Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Gleich zu Anfang (ab ca. Minute 11:45) erklärt er, wieso er den Ankauf der Daten für richtig hält:

Übrigens nicht nur aus den juristischen Argumenten: Hehlerei ist Unsinn - Daten sind keine Sache, da kann man keine Hehlerei betreiben. Die Straftat ist beendet, da gibt's auch keine Mittäterschaft mehr.

Ich war lange sehr zwiegespalten: Braucht "man" Twitter? Will ich das? Letztendlich habe ich probehalber mal einen Twitter-Account angelegt, um es einmal ausprobiert zu haben... und ich muß zugeben, daß sich Twitter bei mir ein Stück weit "etabliert" hat. Ich denke, daß sich Twitter gerade für kurze Hinweise (wie beispielsweise Links auf eine Webseite, zu der man einen Satz, aber keinen ganzen Blogartikel schreiben will) eignen dürfte - und dafür will ich es auch verwenden - plus gelegentlichen kurzen sonstigen Randbemerkungen.

Gerüchte gab's schon seit geraumer Zeit, daß Facebook an einem PHP-Compiler baut - so war es auch in dem Interview mit dem Facebook-Angestellten zu lesen:

He (an engineer) is creating HPHP, Hyper-PHP, which means he’s literally rewriting the entire language. (...) So this engineer is converting the site from one that runs on a scripted language to one that runs on a compiled language. (...) We’re going to reduce our CPU usage on our servers by 80%

Nun hat Facebook das Projekt offiziell unter dem Namen "HipHop" bekanntgegeben. Es soll als Open-Source-Software allgemein verfügbar gemacht werden.

Wo bleibt eigentlich das Gegenangebot der Steuersünder? Wäre doch fast Zeit für die Auktionsplattform "www.taxevader-international.org"... biete kompromittierendes Material und verkaufe es meistbietend - zahlt der Steuersünder, hat er Glück gehabt; gewinnt der Staat, kann er die Steuersünder verknacken.

Sorry für den Zynismus. Da war der Gedanke, die Community könnte die Kohle sammeln und die CD dann bei Wikileaks einstellen, ja schon fast sinnvoll :-)

Es mehren sich die Stimmen (insbesondere aus der Koalitionsführung), daß man die Daten der potentiellen Steuersünder kaufen soll - für die geforderten 2,5 Millionen Euro könnte man Steuerschulden im Gegenwert von geschätzten 100 Millionen Euro eintreiben. Ich will noch nicht einmal so weit gehen, über die Datenschutz-Implikationen zu reden... oder die Möglichkeit, daß es sich größtenteils um Dummy-Daten oder die Daten von Unschuldigen handelt... vorher sind zwei noch grundlegendere Tatsachen festzuhalten:

  • Die Daten stammen aus illegaler Quelle - vermutlich hat irgendein Bankangestellter mit entsprechendem Zugriff sie gesammelt
  • Das ausschließliche Interesse des Verkäufers ist, sich persönlich zu bereichern

Wer noch immer denkt, er hätte Kontrolle darüber, welche Daten er auf sozialen Netzen hinterläßt, der sollte sich einmal unbedingt dieses Interview mit einem Facebook-Mitarbeiter durchlesen. Der technisch Beleckte hat sowas so oder so ähnlich bereits vermutet - aber für die Nichttechniker könnte das ein Augenöffner sein. Und treffenderweise beginnt der Teasertext zum Interview mit

Facebook employees, after all, know better than most the value of privacy.

Wer momentan zu große Vorräte an Popcorn hat und nicht weiß, bei welcher Gelegenheit er sie loswerden soll, dem kann ich die aktuellen Ereignisse rund um die Sicherheit an Flughäfen wärmstens empfehlen.

Ich hatte schon gehofft, das Thema "Nacktscanner" wäre in der Versenkung verschwunden - aber kaum, daß wieder ein versuchtes Flugzeug-Attentat passiert, prescht man in wildem Aktionismus wieder nach vorn - allen Einwänden zum Trotz. Aber Humor ist bekanntermaßen, wie man trotzdem lacht: Bulo skizziert hier eine mögliche Charme-Offensive für die Nacktscanner:

iNacktscanner
Die bedingungslose Unterwürfigkeit der Apple-Jünger kennt keine Grenzen.
(C) by Peter "Bulo" Böhling, mit freundlicher Erlaubnis von ClapClub

Als "Datenquelle für Marketing, Forschung und Planung" präsentiert mobilkom Austria ihren Dienst A1 Traffic Data Stream. Versprochen werden die Bewegungsdaten von 4,7 Millionen Kunden. Einige Bewegungsdaten, so verspricht die Präsentation, sind zusätzlich durch GPS-Position präzisiert. Selbstverständlich werden sämtliche Daten vollständig anonymisiert - doch wie einfach eine Deanonymisierung möglich ist, habe ich bereits in meiner Promotion festgestellt.