Privacy- und Sicherheitsaspekte

Dissertation "Privacy- und Sicherheitsaspekte in ubiquitären Umgebungen" als Buch und als PDF
Leben unter Beobachtung
Fefe verweist auf diesen Blog, in dem angeblich eine Betroffene das Leben unter Beobachtung durch das Kriminalamt beschreibt (wieso "angeblich"? Siehe weiter unten). Sie ist laut Aussage der Seite die Lebenspartnerin des Wissenschaftlers, der im Sommer wegen Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung verhaftet wurde (der Verdacht begründete sich auf die Verwendung bestimmter Fachausdrücke in Veröffentlichungen und der Benutzung der Universitätsbibliothek).
Der Link macht bei diversen themenbezogenen Blogs rasch die Runde... allerdings muß ich zugeben, daß ich ein wenig skeptisch bin; die geschilderten Erlebnisse sind wirklich krass, geradezu kafkaesk, allerdings frage ich mich, wie in der Welt der digitalen Vermittlungsstellen aufgrund einer Abhörmaßnahme ein eigenes Gespräch im Telefonat des Mannes landen soll... andererseits hat mich die technische Inkompetenz, die in manchen Ermittlungen an den Tag gelegt wurde, auch schon überrascht.
Ich sage mal ganz vorsichtig, daß sich prinzipiell jeder ein solches Blog bei dem italienischen Dienstanbieter noblogs.org anlegen kann. Auch die Tatsache, daß die Seite, welche die Freilassung der Inhaftierten fordert, keinen Link zurück auf den Blog enthält (das hätte ich jedenfalls als naheliegend empfunden), irritiert mich etwas. Eine harte Bestätigung der Authentizität der Texte konnte ich nicht finden.
Wenn das aber alles so korrekt ist, ist das - vorsichtig gesagt - Tobak der stärksten Sorte. Authentisch oder nicht: Die Texte schildern realistisch, wie sich das eigene Handeln ändert (und damit die Freiheit engeschränkt wird), wenn man mit ständiger Überwachung rechnen muß.
Trackback-URL für diesen Artikel:
Wir sind wieder in Berlin nach zwei Tagen Norddeutschland. Und beeindruckt von den Reaktionen hier und anderswo. Nachdem meine Texte bei fefe, gulli.com und ravenhorst http://blog.kairaven.de/archives/1371-annalist.html, und dann vielen anderen* erw&au...


Ich nehme an, dass die
Ich nehme an, dass die Kampagnenseite nicht auf das Blog verlinkt, da es da vor allem um eine politische Auseinandersetzung mit dem Verfahren und der Tatsache, dass immer noch drei Leute im Knast sitzen geht. Das Blog illustriert zwar sehr anschaulich, was das auch für das Umfeld dieser Leute bedeutet, ist aber im Endeffekt nicht politisch relevant. Personifizierung von politischen Problemen und Konflikten ist zwar in der Presse sehr beliebt, aber verschafft Anna eine prominente Position unter den zahlreichen Betroffenen, die so wahrscheinlich gar nicht gewollt ist.