Demo “Freiheit statt Angst” verhallt mit wenig Medienecho

Am letzten Samstag protestierten rund 15.000 Personen gegen Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, Online-Durchsuchungen und ähnliche Bestrebungen. Eine ganze Reihe von Verbänden hatte sich zu der Aktion zusammengefunden - so demonstrierten beispielsweise Mediziner gezielt gegen die geplante Gesundheitskarte. Nach Berichten von Anwesenden war die Stimmung genial: Viele Leute, tolle Plakate und coole Basteleien wie z.B. der Datenkrake des FoeBuD.
Leider war davon in den überregionalen Medien wenig zu hören: Die Tagesschau berichtete am Abend lediglich über die andauernde Debatte über den neuen Personalausweis, und Mrs. Merkel sprach sich beim Landesparteitag in Oldenburg für Online-Durchsuchungen aus - lediglich auf der Webseite findet sich ein Bericht, im Nachrichtenüberblick wurde die Demo mit 20 Sekunden gewürdigt. Im Heute-Journal gab es ebenfalls im Nachrichtenüberblick eine Erwähnung (mit kurzem Filmausschnitt). Weitere Presseerwähnungen (überwiegend aus lokalen Nachrichten) findet man im Pressespiegel des AK Vorratsspeicherung.

Sind burmesische Mönche momentan für die öffentliche Wahrnehmung so viel wichtiger? Oder ist das Thema für die Allgemeinheit zu abstrakt? Wie kann man die breite Masse (bzw. als Zwischenschritt die Medien) für die Problematik weiter sensibilisieren? Sicher keine einfachen Fragen, über die man im Kontext "und wie geht's nun weiter" nachdenken muß.

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