Privacy- und Sicherheitsaspekte

Dissertation "Privacy- und Sicherheitsaspekte in ubiquitären Umgebungen" als Buch und als PDF
einschüchterung
Eine weitere TOR-Node schließt ihre Pforten... äh, Ports. Ließ sich das Schließen des Servers letztes Jahr noch durch Intervention der Presse verhindern (der Provider hatte nach einer Anfrage des BKA dem Servermieter gekündigt), gibt der Betreiber nun freiwillig auf: Auf einen anonymen Tip hin, daß gegen ihn eine Telekommunikationsüberwachung eingeleitet worden sei, versuchte der Admin der TOR-Node unter Berufung auf das Datenschutzgesetz Auskunft zu erlangen.
Schon ein paar Tage her, aber paßt so gut zum vorigen Artikel: Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Frankenberg läßt alle Kläger gegen die neuen Studiengebühren zentral sammeln. Natürlich dient das lediglich der Vereinfachung der Verwaltung, und nicht der Einschüchterung - keinem würde sich doch der Gedanke einer "Studiums-Blacklist" aufdrängen...
Ein für die Blackhat-Konferenz angekündigter Vortrag wurde wegen angeblicher Patentverletzungen abgesagt. Der Referent Chris Paget wollte das Klonen von RFID-Chips vorführen; der Smartcard-Hersteller HID (dessen Chips schon bei früheren Vorträgen von Paget zum Einsatz kamen) drohte nun kurzfristig mit Patentklagen sowohl gegen Paget als auch dessen Arbeitgeber: Angeblich würde das Gerät, das Paget für die Demonstration gebaut hätte, gegen zwei Patente der Firma verstoßen. HID ist ein namhafter Hersteller von Zugangssystemen und hatte erst unlängst ein neues RFID-basiertes Produkt zur Zugangssicherung vorgestellt.
...nicht so heiß gegessen, wie's gekocht wird? Dieser Bericht liest sich doch recht entspannend, verglichen mit den dunklen Theorien über Einschüchterungen von TOR-Node-Betreibern in Deutschland.